Wohngeld

Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen können einen Zuschuss zu ihren Wohnkosten vom Staat erhalten: das Wohngeld. Das Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Die Wohngeldausgaben werden vom Bund und den Ländern je zur Hälfte getragen. Für das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr ist das Wohngeld auch weiterhin ein wesentliches Element der sozialen Wohnraumversorgung. Zusammen mit den Mitteln des Bundes sind 2014 rund 23.000 Haushalten in Sachsen-Anhalt insgesamt 27,9 Mio. Euro Wohngeld zur Verfügung gestellt worden.

Es wird als Mietzuschuss für [Unter-]Mieter/innen einer Wohnung oder eines Zimmers oder für Heimbewohner/innen oder als Lastenzuschuss für Eigentümer/innnen eines selbst genutzten Eigenheims oder einer selbst genutzten Eigentumswohnung gewährt.

Soweit die Voraussetzungen des Wohngeldgesetzes vorliegen, besteht ein Rechtsanspruch auf Wohngeld. Ob und in welcher Höhe ein Wohngeldanspruch besteht, richtet sich im Wesentlichen nach der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, der berücksichtigungsfähigen Miete oder Belastung und dem anrechenbaren Gesamteinkommen aller Haushaltsmitglieder. Das Wohngeldgesetz sieht bundesrechtlich festgelegte Höchstbeträge für Miete bzw. Belastung vor.

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben Empfänger sogenannter Transferleistungen, in denen die Unterkunftskosten bereits berücksichtigt sind, wie z. B. Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem SGB II („Hartz IV“), Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII etc.).

Wohngeld wird nur auf Antrag - in der Regel vom Beginn des Antragsmonats an für die Dauer von zwölf Monaten - gewährt. Anträge auf Wohngeld sind bei den Wohngeldbehörden der Landkreise, kreisfreien Städte sowie bei den Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern einzureichen. Hierfür sollen die vorgeschriebenen Formulare verwendet werden. Sie stehen auch zum Download zur Verfügung. Zur Fristwahrung bzw. Geltendmachung des Anspruchs auf Wohngeld reicht zunächst auch ein formloser Antrag oder eine bei der Wohngeldbehörde persönlich abzugebende Erklärung zur Niederschrift aus. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohngeldbehörden nehmen gern eine persönliche Beratung vor.

Weitergehende Informationen zum Wohngeld finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/wohnraumfoerderung/wohngeld/

Für die bei der Wohngeldbewilligung berücksichtigten Kinder, für die Kindergeld bezogen wird, besteht zusätzlich zum Wohngeldanspruch ein Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe nach dem Bundeskindergeldgesetz. Für diese Leistungen sind die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Die überwiegend als Sach- bzw. Dienstleistungen gewährten Leistungen werden nicht auf das Wohngeld angerechnet.

Nähere Informationen erhalten Sie über folgenden Link:

http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Grundsicherung/Leistungen-zur-Sicherung-des-Lebensunterhalts/Bildungspaket/inhalt.html


Wohngeldreform 2016

Wohngelderhöhung ab 1. Januar 2016

Am 01.01.2016 tritt das neue Wohngeldgesetz in Kraft.

Mit der Wohngeldreform 2016 wird das Wohngeld an die Entwicklung der Einkommen und der Warmmieten seit der letzten Reform 2009 angepasst. In vielen Fällen wird sich das monatliche Wohngeld erhöhen.

Die Wohngeldreform umfasst im Wesentlichen folgende Bausteine:

·         Anpassung der Tabellenwerte an die Entwicklung der Wohnkosten
          und der Verbraucherpreise

·         Regional gestaffelte Anhebung der Miethöchstbeträge zur Anpassung
          an die regional differenzierte Mietenentwicklung.

Die Leistungsverbesserungen werden insbesondere Familien und Alleinerziehenden sowie Rentnerinnen und Rentnern zu Gute kommen.

Weitergehende Informationen zur Wohngeldreform 2016 finden Sie hier:

http://www.bmub.bund.de/service/buergerforum/haeufige-fragen-faq/faq-detailansicht/?no_cache=1&tx_irfaq_pi1[cat]=23.

 

Wichtig:

Wer bereits Wohngeld für einen über den 31.12.2015 hinausgehenden Bewilligungszeitraum erhält, braucht keinen Antrag auf Erhöhung zu stellen – sie erfolgt im Laufe des Monats Januar 2016 automatisch.

Wer Wohngeld erstmals für den Bewilligungszeitraum ab 01.01.2016 beantragen möchte, kann sich die neuen Antragsformulare entweder bei den Wohngeldbehörden abholen oder aus der folgenden Übersicht als PDF-Datei mit interaktiven Formularfeldern öffnen, am PC ausfüllen, speichern und ausdrucken.

Bitte klicken Sie auf die für Sie zutreffende Formularbezeichnung.

Formulare gültig ab 01.01.2016

Antrag auf Wohngeld (einschließlich Erläuterungen)-Mietzuschuss-

Antrag auf Wohngeld (einschließlich Erläuterungen)-Lastenzuschuss-

Antrag auf Wohngeld (einschließlich Bestätigung der Heimverwaltung/Heimleitung) -Heimbewohner/in-

Verdienstbescheinigung

Entgeltliche Überlassung des Wohnraums an Dritte oder einen Dritten, insbesondere bei Untervermietung

Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen

Angaben zur Ermittlung der Belastung aus Kapitaldienst und Bewirtschaftung

 

Wohngeldrechner

Mit dem Online-Wohngeldrechner der Senatsverwaltung Berlin können  auch für Städte, Gemeinden und Landkreise des Landes Sachsen-Anhalt auf der Basis Ihrer Angaben unverbindliche Berechnungen des Wohngeldes  vorgenommen werden.

Hierzu nutzen Sie das „Abfrage-Formular“ und geben im ersten Schritt unter A.1 das Bundesland „Sachsen-Anhalt“ ein.  Im zweiten Schritt wählen Sie unter A.2  Ihre Gemeinde aus. Soweit die zu einem Kreis gehörende Gemeinde in dieser  Übersicht nicht gesondert aufgeführt ist, gilt die Mietenstufe des Kreises dieser Gemeinde (Landkreis).

Ihr tatsächlicher Wohngeldanspruch kann nur im Rahmen eines schriftlichen Antrags bei der für Sie zuständigen Wohngeldbehörde nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen ermittelt werden. Der Wohngeldrechner ersetzt nicht den Antrag auf Wohngeld. Die von Ihnen eingegebenen Daten werden hier nicht gespeichert.