Ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Straßenbau

Kompensationsmaßnahmen

Ausgleichsmaßnahmen beim Straßenbau
Baumpflanzung an der BAB A14 bei Löbejün

Bei jeder Baumaßnahme an Bundesfern- und Landesstraßen sind die Belange des Naturschutzes gemäß den rechtlichen Grundlagen und gesetzlichen Ver- pflichtungen durch die Straßenbau- verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt zu berücksichtigen. Gemäß den Regelungen des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt
(NatSchG LSA) sind Eingriffe in Natur und Landschaft (Eingriffsregelung), so auch bei Straßenbauprojekten, vollumfänglich zu kompensieren.
Der Verursacher eines Eingriffs ist verpflichtet, vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen und unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vorrangig auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder in sonstiger Weise zu kompensieren (Ersatzmaßnahmen). Ausgeglichen ist eine Beeinträchtigung, wenn und sobald die beeinträchtigten Funktionen des Naturhaushaltes behoben sind und das Landschaftsbild landschaftsgerecht wiederhergestellt oder neu gestaltet ist.

So wurden seit 1990

     

  • rund 3.000 ha Wald- und Feldgehölze angelegt
  • 95   ha Streuobstwiesen,
  • 790 km landschaftsstrukturierende Hecken neubegründet und
  • rund 150.000 straßenbegleitende Bäume neu gepflanzt.

      

Weitere Maßnahmen sind die Anlage von Amphibienlaichgewässern oder die Extensivierung von Grünland durch Beweidung mit Schafen oder Nutzungseinschränkungen mit dem Ziel, die artenreiche Kulturlandschaft zu erhalten oder deren Zustand zu verbessern. Insgesamt wurden auf rund 3.900 ha Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege realisiert.

Maßnahmen zum Erhalt der ökologischen Durchlässigkeit

Neben den traditionellen Kompensationsaßnahmen wie der Schaffung von Ersatzbiotopen und der Aufwertung vorhandener Strukturen im naturschutzfachlichen Sinn, kommt dem Erhalt der ökologischen Austauschbeziehungen eine große Bedeutung zu. Die Zerschneidungswirkung einer Straße kann zur genetischen Verarmung oder im schlimmsten Falle gar zum Aussterben von isolierten Populationen von Tierarten führen.
Dem wird durch die Errichtung so genannter "ökologischer Bauwerke" entgegengetreten.

  • Facebook-Icon
  • YouTube-Icon
  • Twitter-Icon
Mitmachen: Logo herunterladen!Logo Weltoffen

Informationen über die Verkehrsministerkonferenzen